Saving An Angel

Clearwater

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Das Clearwater Projekt (2011 - 2021)

Der Amazonas-Regenwald beheimatet 20% des Süßwasser-Vorkommens unserer Erde. Dennoch hat die Öl-Industrie den Nordosten Ecuadors jahrzehntelang zur Öl-Gewinnung missbraucht.

Ein Land, das seit tausenden Jahren rechtmäßig den Ur-Einwohnern des Amazonas gehört. Flüsse, Ströme und Boden wurden durch die so entstandenen Arbeiten verunreinigt, verseucht und unfruchtbar gemacht. Flüsse, Ströme und Boden wurden durch die so entstandenen Arbeiten verunreinigt, verseucht und unfruchtbar gemacht. Saving An Angel hat das Projekt ClearWater und somit die Ur-Einwohner und ansässigen Bauern im Kampf um die Forderung der Säuberung und Wiederherstellung ihres Landes von Oktober 2011 bis Ende 2021 unterstützt.

ClearWater ist eine Initiative, die mit vereinten Kräften der im Amazonas ansässigen Kommunen entstanden ist.

Ecuador
Amazonas

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Ziel des Projektes war es, über 2000 Familien von Ur-Einwohnern und Bauern nachhaltig mit sauberem Wasser zu versorgen. Diese Familien waren auf über 78 Dörfer verteilt, die mitten in dem durch die Ölgewinnung verwüsteten Nordosten Ecuadors gelegen sind. Der Mangel an verfügbarem, sauberem Trinkwasser hat nicht nur zu gesundheitlichen Nachteilen geführt, sondern auch zum Verlust eines unwiederbringlichen kulturellen Erbes, zu Entwicklungsstörungen bei Kindern und zu wirtschaftlicher Verarmung des gesamten betroffenen Gebietes. Die Arbeit von ClearWater startete Anfang Oktober 2011 in Cofan Dureno.

1164 Regenwassergewinnungssysteme wurden in Betrieb genommen, von denen nun über 6000 Menschen, darunter etwa die Hälfte Kinder, profitieren. Diese Systeme sind auch in Häusern abgelegener und schwer erschließbarer Dörfer leicht in Betrieb zu nehmen und verfügen über eine Lebensdauer von bis zu 50 Jahren. Speziell gefertigte Filter ermöglichen so Familien, Krankenhäusern und Schulen Zugang zu sauberem Wasser.

RECAP REPORT

Rea Garvey

Im Juni 2011 hatte ich das große Glück zum ersten Mal ins Herz des ecuadorianischen Amazonas zu reisen, wo ich Donald Moncayo kennenlernen durfte. Donald ist ein Vater, ein Sohn und ein Ehemann. Seine Mutter hatte den Kampf gegen den Krebs verloren und er selbst litt unter erheblichen Atemproblemen. Und Donald wußte, dass früher oder später auch seine Frau und seine Tochter der verseuchten Umwelt zum Opfer fallen würden.

Als wir gemeinsam von Dorf zu Dorf gefahren sind, bot sich mir ein Bild des Grauens. Erst jetzt wurde mir klar, in was für einem Ausmaß Land und Leute regelrecht vergiftet wurden. Wie Öl und Abwasser Regen und Vegetation verseucht haben. Wie sich Flüsse nicht mehr als klarer Strom durchs Land schlängeln, sondern als schwarze, verseuchte Plörre. Wie Erdgas Flammen in den Himmel speit, vierzig Jahre lang, ohne Pause. Flammen, die die Luft verschmutzen, welche die Menschen atmen mussten.

Es war eine Reise, die mir ans Herz ging. Dieser Anblick völliger Gleichgültigkeit für Menschen und deren Gesundheit ließ mir keine andere Wahl als mich Donald anzuschließen und gemeinsam den Kampf zu führen. Den Kampf für die Einheimischen in diesem einzigartigen Amazonasgebiet. Den Kampf für ihr Leben, ihre Menschenrechte und reines, sauberes Wasser.

Auch wenn die Öl-Industrie den juristischen Kampf schon lange verloren hatte, waren ihre finanziellen Ressourcen nahezu unerschöpflich. Genau das Gegenteil ließ sich über die Einheimischen des ecuadorianischen Amazonas sagen. Doch wir haben nicht aufgegeben und uns 10 Jahre dort engagiert, bis allen Kindern und Familien sauberes Trinkwasser zur Verfügung stand.

Durch das ClearWater-Projekt haben wir einen deutlichen Rückgang, der durch Wasser übertragenen Krankheiten erreicht, verbesserte Standards in  sanitären Einrichtungen und eine drastische Verbesserung der Gesundheit von Kindern im ganzen Land geschaffen. Wir haben starke, vertrauensvolle Beziehungen mit den Partnergemeinden aufgebaut, was uns erlaubte, noch größer zu träumen und sie in ihrer Vision für eine gesunde, lebendige Zukunft ihrer Kinder, ihrer Kultur und ihrer Heimat des Regenwaldes zu unterstützen.

God Bless,
Rea

Arthelps

Gemeinsam mit der Organisation ARTHELPS wurden im Amazonas Kreativ-Workshops durchgeführt. Teil davon waren Menschen aus folgenden vier indigenen Völkern: A’I KOFAN, SIEKOPAI, SIONA und WAORANI.

Ehrlich und ohne Scheu konnten sie während den Workshops ihrer Kreativität freien Lauf lassen, dabei konzentriert und naturverbunden die Schönheit ihrer Welt in unterschiedlichsten Farben und Formen ausdrücken. Denn die Vorgabe war, „ihre Welt“ frei darzustellen. Alles war erlaubt, ohne Einschränkungen.

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